25. Februar 2019

Geschäftslage des Bundesarbeitsgerichts 2018

Wie das Bundesarbeitsgericht informiert, war die Zahl der eingegangenen Verfahren auch im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr weiter rückläufig. Mit insgesamt 1.852 neu anhängig gemachten Verfahren verzeichnete das oberste Gericht der deutschen Arbeitsgerichtsbarkeit einen Rückgang der Zugänge um 8,86 Prozent (absolut 80 Fälle weniger) gegenüber dem Vorjahr. Anhängig waren am Ende des Berichtsjahrs noch 1.136 Sachen.

Die Entwicklung1

1 Veränderung gegenüber Vorjahr [in %]

  • 2018: Eingänge 1.852 [-8,86], anhängig am Jahresende 1.136
  • 2017: Eingänge 2.032 [-14,48], anhängig am Jahresende 1.242
  • 2016: Eingänge 2.376 [+2,72], anhängig am Jahresende 1.639
  • 2015: Eingänge 2.313 [-0,81], anhängig am Jahresende 1.458
  • 2014: Eingänge 2.332 [-13,11], anhängig am Jahresende 1.602
  • 2013: Eingänge 2.684 [-34,25], anhängig am Jahresende 1.911
  • 2012: Eingänge 4.082 [+19,32], anhängig am Jahresende 1.883
  • 2011: Eingänge 3.421 [+38,45], anhängig am Jahresende 2.099
  • 2010: Eingänge 2.471 [+6,42], anhängig am Jahresende 1.511
  • 2009: Eingänge 2.322, anhängig am Jahresende 1.673

Die Verteilung nach Art der Verfahren

Den mit 57,94 Prozent größten Anteil an den anhängig gemachten Verfahren hatten 2018 Nichtzulassungsbeschwerden (absolut 1.073 Sachen), gefolgt von Revisionen und Rechtsbeschwerden im Beschlussverfahren. Deren Anteil lag bei 34,40 Prozent (absolut 637 Sachen). Hinzu kamen 63 Anträge auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe außerhalb eines anhängigen Verfahrens (3,40 Prozent), 45 Revisions- beziehungsweise Rechtsbeschwerden in Beschwerdeverfahren (2,43 Prozent), 30 Beschwerden gegen die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde in Beschwerdeverfahren (1,62 Prozent) sowie 4 sonstige Verfahren (0,22 Prozent).

Bei den erledigten Nichtzulassungsbeschwerden belief sich die Erfolgsquote der Beschwerden auf 5,85 Prozent, von den erledigten Revisionen und Rechtsbeschwerden hatten – unter Berücksichtigung der Zurückverweisungen – 23,68 Prozent Erfolg.

Die Unterteilung nach Rechtsgebieten

Nach Rechtsgebieten verteilten sich die Streitigkeiten bei den Eingängen wie folgt:

  • 19,22 % (356 Sachen) Ruhegeld und Altersteilzeit
  • 19,01 % (352 Sachen) Beendigung von Arbeitsverhältnissen
  • 17,33 % (321 Sachen) Tarifvertragsrecht und Tarifauslegung
  • 13,61 % (252 Sachen) Arbeitsentgelt
  • 7,72 % (143 Sachen) Betriebsverfassung und Personalvertretung
  • 23,11 % (428 Sachen) Sonstige Rechtsgebiete

Die Verfahrensdauer

Die durchschnittliche Verfahrensdauer aller erledigten Verfahren belief sich auf 7 Monate und 23 Tage. (Vorjahr 8 Monate und 12 Tage).

Quelle: Bundesarbeitsgericht