15. März 2019

Arbeitsvolumen 2018

Nach Information des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland im vergangenen Jahr insgesamt rund 61,1 Milliarden Stunden. Das entspricht einem Plus von 873 Millionen Arbeitsstunden (1,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr und dem höchsten Stand seit Beginn und gleichzeitig bisherigen Höchststand der Zeitreihe im Jahr 1991. Da waren es rund 60,3 Milliarden Arbeitsstunden.

Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Rekordanstieg der Zahl der Erwerbstätigen von 44,3 Millionen auf 44,8 Millionen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen (plus 1,3 Prozent). Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit eines Erwerbstätigen stieg dagegen von 1.360,4 Stunden im Jahr 2017 um nur rund 0,2 Prozent auf 1.362,6 Stunden.

Interessanterweise liegt zwischen der durchschnittlichen Jahresarbeitszeit eines beschäftigten Arbeitnehmers (einschließlich Nebenjobs) und der durchschnittlichen Jahresarbeitszeit eines Selbständigen oder Mithelfenden ein signifikant hoher Unterschied von mehr als 600 Stunden.

Durchschnittliche Jahresarbeitszeit (gerundet)

  • Beschäftigter Arbeitnehmer 1.305 Stunden (Vorjahr 1.300 Stunden)
  • Selbständiger/Mithelfender 1.915 Stunden (Vorjahr 1.927 Stunden)

Zu den Komponenten der durchschnittlichen Arbeitszeit zählen unter anderem die Wochenarbeitszeit, Überstunden und der Krankenstand. Hier sahen die Werte 2018 wie folgt aus:

Durchschnittliche Wochenarbeitszeit (Arbeitnehmer)

  • Teilzeitbeschäftigte 16,69 Stunden (Vorjahr 16,58 Stunden)
  • Vollzeitbeschäftigte 38,01 Stunden (Vorjahr 38,02 Stunden)

Durchschnittliche Überstunden (Arbeitnehmer)

  • Bezahlt 26,5 (Vorjahr 26,7)
  • Unbezahlt 26,5 (Vorjahr 26,5)

Durchschnittlicher Krankenstand (Arbeitnehmer)

  • 4,26 Prozent (Vorjahr 4,25 Prozent)
  • 10,6 Tage (10,6 Tage)

Von den rund 249 potenziell möglichen Arbeitstagen arbeiteten die beschäftigten Arbeitnehmer im Übrigen durchschnittlich effektiv, also ohne Urlaub und Krankenstand, rund 207 Tage.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)